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Ihr H&D Ansprechpartner:

Gerd Gorke
Orthopädietechniker

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Orthopädietechnikermeister





Rumpforthesen helfen bei idiopathischer Skoliose

Heiden & Dömer ist ein qualitätszertifiziertes Unternehmen, das seinen Kundinnen und Kunden die bestmögliche Versorgung bietet. Dies gilt auch im speziellen Fall der idiopathischen Skoliosen.

Skoliose ist eine dauerhafte, nicht mehr aktiv aufrichtbare seitliche Verbiegung der Wirbelsäule mit einer Drehung von einzelnen Wirbelkörpern. Die skoliotische Wirbelsäule bildet in der Regel mehrere, einander gegenläufige Bögen aus, die sich kompensieren, um das Körpergleichgewicht aufrecht zu erhalten. In etwa 80 Prozent aller Fälle ist die Entstehungsursache unbekannt. Diese Skoliosen werden als idiopathisch bezeichnet.

Die Skoliose zählt zu den Wachstumsdeformitäten. Sie entsteht und verschlechtert sich insbesondere während der Jugend in Zeiten verstärkten Körperwachstums. Bei progredientem (fortschreitendem) Verlauf sind Skoliosen dringend behandlungsbedürftig.



4 Punkt-Orthese (bei Hyperkyphose)

Chêneau-Orthese (bei Skoliose / Wirbelsäulenverkrümmung)


Ein Team von Fachleuten kümmert sich um den Patienten

Die Mitarbeiter von Heiden & Dömer arbeiten eng mit Ärzten und Therapeuten zusammen. Gemeinsam wird Ihnen so die optimale Behandlung zu Teil. Dies gilt ganz besonders für die Versorgung vom Skoliose-Patienten:

Diagnostik der Skoliose

Da es sich bei der Behandlung von Wirbelsäulenerkrankungen erfahrungsgemäß um einen langfristigen Prozeß handelt, kommen einer sehr gewissenhaften Basisuntersuchung, wiederholten Kontrolluntersuchungen und einer korrekten Dokumentation eine sehr große Bedeutung zu. Wichtig ist besonders die möglichst frühe Erkennung der Skoliose und eine Verbesserung der Skoliose durch eine Rumpforthesenbehandlung zu erreichen.

Zu Beginn der Behandlung erfolgt in der Regel eine aktuelle Röntgenganzaufnahme der Wirbelsäule zur Erkennung der knöchernen Strukturen erfolgen. Zur Diagnostik können auch unterschiedliche Messverfahren gehören. Das Schema zur Bestimmung des Krümmungswinkels geht auf den amerikanischen Orthopäden John Robert Cobb zurück. Wichtig ist auch, die Verdrehung (Torsionsabweichung/Rotation) der Skoliose zu bestimmen. Dabei sind die einfache Methode nach Clyde Lester Nash und John H. Moe oder die genauere Methode nach Anthony John Raimondi anzuwenden.



360° Ansicht


Therapie der Skoliose

Da die idiopathische Skoliose eine Wirbelsäulendeformität darstellt, konzentrieren sich Skoliosebehandlungsmethoden in erster Linie auf das Verlangsamen oder Stoppen einer Progredienz bzw. Korrektur der Verkrümmung und weniger auf Schmerzreduktion, wobei letztere jedoch auch als Folge des ersteren eintreten kann. Zu den Behandlungsmöglichkeiten der idiopathischen Skoliose zählen:

  • Ambulante Physiotherapie - Schroth, Vojta, E-Technik (Hanke)
  • Stationäre Intensiv Rehabilitation – Physiotherapie nach Schroth
  • Korsett-Behandlung - Chêneau-Korsett
  • Operation (Spondylodese)

Skoliotische Fehlhaltungen (bis 15 Grad Cobb) ohne Rotation können mit Krankengymnastik, Skoliosen ab 15 Grad – 20 Grad Cobb mit Rotation sollten mit Krankengymnastik und einem zumindest nachts getragenen Korsett behandelt werden.

Progrediente Skoliosen über 20 Grad Cobb sollten mit einer derotierenden Rumpforthese (Chêneau- Korsett) mit einer Mindesttragezeit von täglich 16 Stunden (anzustreben sind 23 Stunden pro Tag, das heißt das Korsett wird nur zur Körperpflege und zur Krankengymnastik abgelegt) und intensiver Krankengymnastik nach Katharina Schroth und/oder Vojta behandelt werden.

Bei günstigen Voraussetzungen (Qualitativ hochwertige Orthesen mit hoher Primärkorrektur, sehr guter Compliance in Tragezeiten und Krankengymnastik) kann mit einer konservativen Therapie (Orthese und Physiotherapie) im Jugendlichenalter die Wirbelsäule noch nahezu ganz begradigt werden oder bei stärkeren Verkrümmungen eine drohende Operation abgewendet werden.

Die Indikationsgrenzen für die genannten Therapiemethoden sind neben dem Ausmaß der Krümmung und dem Alter des Patienten auch von der Qualität der jeweilig stattfindenden Therapie abhängig.

Heiden & Dömer besitzt eine langjährige Erfahrung in der Versorgung von Skoliose-Patienten und hält individuell hergestellte Orthesen für seine Patienten bereit. Eine Skolioseorthese wirkt durch stabilisierende Kräfte. Sie drückt die Krümmung sozusagen aus dem Rückgrat, um die Verwachsung zum Stillstand zu bringen.

Eine Spezialität sind in unserem Haus individuell angefertigte Chêneau-Orthesen. Die Firmengründer Hans Joachim Heiden und Werner Dömer entwickelten Cheneauorthesen in Kooperation mit der Universitätsklinik Münster. Sie werden in enger Abstimmung mit dem behandelndem Arzt angefertigt.

 
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