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Spreizhosen

Die klassische Behandlungsmaßnahme ist die Spreizhose, die ebenfalls über der Kleidung getragen wird und nur zum Wickeln und Baden abgenommen werden sollte.

Es gibt zwei grundsätzliche Spreizhosentypen:

Die Spreizhose nach Becker

Zum ersten die klassische „Becker-Spreizhose“, bei der die Spreizung der Beine des Kindes mit Metallleisten oder Holzstreben erfolgt. Diese befinden sich zwischen zwei feuchtigkeitsabweisenden, gut gepolsterten Stoffbahnen und dort hinein wird das Kind mit dem Gesäß / den Beinen gelegt.

Zur Sicherung am Kind wird dieses Trägerhöschen mit Hilfe eines Schultergurtes, seitlichen Rumpf-Gummibändern und zwei Oberschenkelgurten verschlossen.

Der große Nachteil dieser „Becker-Spreizhose“ ist die Froschstellung, auch Lorenzposition genannt, die mit einer sehr hohen Kopfumbaustörungsrate behaftet ist.

Die Aktivspreizhose

Eine andere und inzwischen wesentlich populärere Spreizhose ist die „Aktiv-Spreizhose“, die sich durch ihren konischen Kunststoff-Schnitt (oben schmal und unten breit) auszeichnet.

Säuglinge haben in dieser Spreizhose wesentlich mehr Bewegungsmöglichkeiten und sie können ihre Beine weiter zusammen (Adduktion) ziehen, je mehr sie ihre Beine zum Bauch anziehen (Beugung der Beine), d.h. nur bei kompletter Streckung der Beine befinden sich diese auch in einer Froschstellung. Durch diese vielen Bewegungsreize heilen die reifungsverzögerten Hüften der Kinder am schnellsten nach.

Seit einigen Jahren werden diese „Aktiv-Spreizhosen“ mit Beuge-vorhaltekeilen verwendet, die dann als Optimal-Spreizhose bezeichnet wird. Damit kann noch besser die Froschstellung verhindert werden, denn diese Keile verhindern zuverlässig, dass die Beine des Kindes bei der Rückenlage in die schädigende Froschstellung fallen können.

Alle Ausführungen der Aktiv-Spreizhose werden „nur“ mit einem Schultergurt und einem Klettverschluss unter den Achseln, in Höhe des Rippenbogens am Kind gesichert. In regelmäßigen Abständen wird das Kind vom Arzt untersucht bzw. der Spreizhosensitz kontrolliert. Gegebenenfalls bekommt das Kind auch eine größere bzw. breitere Spreizhose vom Arzt verordnet.

Die Idealspreizhose

Seit einiger Zeit wird bei Heiden & Dömer die Idealspreizhose verwendet, die auch über der Kleidung getragen wird. Bei dieser Spreizhose werden die Beine des Kleinkindes in der Nachreifungsstellung besser fixiert als bei der Breitwickelmethode. Doch diese Spreizhose fixiert die Beine der Kinder nicht so konsequent in Beuge-Spreizstellung wie etwa eine Aktivspreizhose oder gar die Becker-Spreizhose. Die Idealspreizhose besteht aus einem Schultergurt, einem Leibgurt und zwei gepolsterten Beingurte die bei jüngeren Säuglingen überkreuzt eingeknöpft werden. Bei größeren Säuglingen oder wenn eine stärkere Beinspreizung erwünscht ist, werden die Beingurte parallel am Leibgurt angeknöpft.

Hüft-Beugeschienen

Bei diesen sogenannten Hüft-Beugeschienen wird die Spreizung der Beine des Kindes mit einer breitenverstellbaren Metallschiene erreicht. Alle Spreizhosen und Hüft-Beugeschienen ohne Beckenfassung benötigen allerdings zur generellen Funktion einen Schultergurt, mit dessen Hilfe die Beine des Kindes in einer ausgeprägten Beugestellung gehalten werden. Die Handelsnamen dieser Hüft-Beugeschienen lauten: Coxaflex, Tübinger Hüftbeugeschiene, Lörracher Bewegungsschiene, Correctio Beugeschiene etc..Auch diese Beugeschienen werden über der Kleidung getragen.

Die Pavlik-Bandage

Die Pavlik-Bandage ist eine Riemenzügelbandage die aus einem Brustgurt und zwei Unterschenkelgurten mit Fersensicherung besteht.

Die Beine des Kindes werden in eine starke Beugung (Flexion) gezogen, meist über 100 Grad. Am Anfang der Behandlung sind die Knie des Kindes durch die Anspannung der „inneren“ Oberschenkelmuskeln (Adduktorenspannung) fast zusammen bzw. sie sind parallel zueinander.

Allmählich im Laufe von Tagen und Wochen werden in dieser ausgeprägten Beugestellung die „inneren Oberschenkelmuskeln“ (Adduktoren) gelockert und die Beine des Kindes fallen durch die Strampelbewegung und ihr Eigengewicht in ein mehr oder minder starke Spreizung.

Oft werden zur Vermeidung der hüftkopfschädigende Froschstellung unter die Knie des Kindes Kissen gelegt, um die maximale Abspreizung in der Endphase der Repositionsbehandlung zu vermeiden. Die Froschstellung begünstig in hohem Maße die Entstehung einer Hüftkopfumbaustörung.

Normalerweise ist nach einigen Wochen die Einrenkung (Reposition) der Hüftköpfe vollzogen und dies wird vor der Ruhigstellung (Retention) in der Therapiehaltung meist mit einem bildgebendem Verfahren kontrolliert, meist durch eine Ultraschalluntersuchung, Röntgenuntersuchung oder der Kernspintomographie.

Die Pavlik-Bandage wird vorrangig für die Einrenkung (Reposition) der Hüften verwendet, in einigen Kliniken wird diese aber auch zur Ruhigstellung (Retention) bzw. zur Nachreifung benutzt.

 
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